Freibad oder Hallenbad war hier die Frage. Der Bauherr entschied sich für beides: Ein Kombibecken aus Hallen- und Freibad, dessen Teile über eine Schleuse miteinander verbunden sind.

Moderner Landhausstil

Schon lange hatte der Bauherr darüber nachgedacht, in seinem üppig dimensionierten Garten noch eine Poolanlage zu integrieren. Platz genug war vorhanden. Das Gehöft in der Nähe von Antwerpen bestand schon eine Weile. Er war sich jedoch lange nicht schlüssig, ob ein klassisches Freibad oder eine freistehende Schwimmhalle im Garten eingebaut werden sollte. Für jede der Lösungen gab es gute Gründe. Für ein Freibad sprechen natürlich die geringeren Kosten, aber auch die Vorteile, die Freibäder generell haben: das Baden unter freiem Himmel und an der frischen Luft, die unmittelbare Wahrnehmung der umgebenden Natur im Garten und das Gefühl der absoluten Freiheit, wenn man im Pool seine Bahnen ziehen kann. Für ein Poolhaus im Garten spricht aber auch einiges: Da ist vor allem die ganzjährige Nutzung zu nennen. Auch in der dunklen Jahreszeit muss man nicht auf das Badevergnügen verzichten. Während die Freibäder im Winterschlaf liegen, kann der Bauherr nach getaner Arbeit in die warmen Fluten seines Pools abtauchen. Und das zu jeder Zeit und bei jedem Wetter.

Der Bauherr beauftragte die Poolexperten der Firma Antheunis, für ihn eine passende Lösung zu entwickeln, die möglichst viele Vorteile aus beiden Alternativen beinhalten sollte. Und da genügend Platz vorhanden war, plante Antheunis beides: einen Indoor- und einen Outdoor-Pool, die über einen kleinen Schwimmkanal miteinander verbunden sind. Das Innenbecken wird von einem Badehaus überdeckt, das in dem gleichen belgischen Landhausstil gehalten ist wie das Wohnhaus. In einem abgetrennten Teil des Poolhauses sind auch noch Dusche, WC, die Umkleide und eine Sauna untergebracht. Große Holzschiebetüren auf zwei Seiten des Bauwerks lassen sich leicht öffnen, so dass auch das Innenbecken die Anmutung eines Freibades bekommt. Auch die voluminöse Holzdecke verleiht dem Poolhaus eine gediegene Landhausatmosphäre.

 

Beide Becken sind aus Ortbeton gefertigt, mit einer Abdichtung versehen und mit Fliesen ausgekleidet. Während das Innenbecken mit Skimmertechnik ausgestattet ist, verfügt der Außenpool über eine umlaufende Überlaufrinne. Das Wasser fließt über einen breiten Beckenkopf, der mit einem Naturstein belegt ist, in die Rinne, die von einem Beckenrandstein überdeckt ist. So bleibt dem Wasser nur ein schmaler Schlitz, um darin zu verschwinden. Auch beim 8 x 3 m großen Innenpool wurde ein relativ hoher Wasserspiegel realisiert. Verantwortlich dafür ist ein breiter, flacher Skimmer. Der Beckenkörper schließt auf zwei Seiten direkt an die Wand an, so dass keine Versatzstufe entstanden ist. Ein Fliesenband schützt auf Höhe des Wasserspiegels die Wand. Während also zur Raumseite hin keine Umgangsfläche zur Verfügung steht, wurde im Eingangsbereich ein Aufenthaltsbereich mit Liegen geschaffen und ein Beckenumgang zur Gartenseite hin. Der Durchschwimmkanal wird auf beiden Seiten von jeweils einer dekorativen Holzbrücke überspannt und kann durch eine Falltür auch geschlossen werden. Das Innenbecken ist mit einer Massagestation und der Außenpool mit einer Gegenstromanlage ausgestattet. Außerdem gehören Rollladen-Abdeckungen in beiden Becken zum Equipment.

Ein weiteres Highlight dieser Anlage ist ein Whirlpool, der ebenfalls aus Beton gefertigt und mit Fliesen ausgekleidet wurde. Das Sprudelbecken wurde leicht erhöht in einen Betonkörper eingefasst, so dass die Bauherrn nun im warmen Sprudelbecken sitzend sowohl in die Schwimmhalle als auch hinaus in den Garten schauen können. Im Keller des Badehaus ist die Aufbereitungstechnik für beide Becken untergebracht. Der Whirlpool ist an die Wasseraufbereitung des Schwimmbeckens angeschlossen, das heißt es genügt eine einzige Aufbereitung für beide Becken. Bei Benutzung wird der Whirlpoolkreislauf geschlossen und das Wasser von 28° Celsius Schwimmbeckentemperatur auf die 36° Celsius Whirlpooltemperatur aufgeheizt. Am Ende des Bades öffnen sich die Ventile wieder und das Whirlpoolwasser fließt in den allgemeinen Aufbereitungskreislauf zurück. Eine energiesparende und effiziente Lösung. Beide Becken sind an einem von Antheunis entwickelten Poolmanagementsystem angeschlossen. Der Bauherr kann an einem Touchdisplay leicht die Wasserwerte abrufen und bei Bedarf korrigieren und auch die Wasserattraktionen steuern. So wurde der Wunsch des Bauherrn nach einer Kombilösung aus Schwimmhalle und Freibad perfekt entsprochen.

Fotos: Hilde Verbeke

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