Im Rahmen eines Wohnhaus-Neubaus sollte auch eine Schwimmhalle ins Gebäude integriert werden. Heraus kam eine gestalterisch reduzierte,
aber durchgängig stimmige Schwimmbadanlage.

Die blaue Lagune

Keine moderne Wellnessoase mit viel Relaxausstattung, sondern einen klassischen Fitnesspool wünschte der Bauherr, der sein neues Wohnhaus mit Schwimmhalle im Umland von München plante. Als begeisterter Schwimmer brauchte er ein Schwimmbecken, das ein ausgiebiges, intensives Training ermöglichen würde.
Da das Grundstück in Hanglage liegt, genießen die Bauherren vom Wohnhaus jetzt den weiten Blick ins bayerische Land. Die ebenerdig gelegene Schwimmhalle liegt damit auch ein Stück weit unter Gartenniveau. Es ist aber hervorragend gelungen, die Schwimmhalle, die ein wenig aus dem Gebäudekörper herausragt, geschickt in die Hangsituation zu integrieren, wie der beauftragte Architekt Stephan Maria Lang erläutert. Ein Teil der Schwimmhalle ist überbaut mit Wohnräumen darüber. Eine breite Glasfront mit Schiebetüren öffnet den Raum und lässt viel Tageslicht hinein. Außerdem besteht die Möglichkeit des schnellen Austritts auf die Terrasse, von der ein paar Stufen hinauf in den Garten führen.

Vom Wohnbereich führt eine Treppe hinunter in die Tiefgarage. Von dort gelangt man in ein kleines Foyer, von dem zwei Türen abgehen – eine in den Technikraum und eine in die Schwimmhalle. Als Partner für den Bau des Pools holte Stephan Maria Lang das Schwimmbadbau-Unternehmen Steinbauer mit ins Boot. In mehreren Gesprächen diskutierten Bauherr, Architekt und Schwimmbadbauer die verschiedenen Beckensysteme und die Ausstattungsmöglichkeiten. Franz Steinbauer empfahl ein „D-Line“-Schwimmbecken aus dem Programm von RivieraPool. Wie von den Auftraggebern gewünscht bietet „D-Line“ ein reduziertes Erscheinungsbild mit klaren Linien und Strukturen, es bietet aber auch viele schicke Design-Möglichkeiten für Individualisten. Gestaltungsvarianten sind beispielsweise ein Pooldeck aus Naturstein mit Bachlauf und Quelle, eine Wasserwand mit Lichteffekten oder eine Flachwasserzone mit Trittsteinen. Das Beckensystem kam beim Bauherrn gut an, doch die letztendliche Entscheidung für die Anlage brachte ein kleiner Film, den Franz Steinbauer dem Bauherrn auf seinem Handy zeigte. Darauf schwimmt die Tochter von Franz Steinbauer gegen die Ospa-PowerSwim-Anlage an. Nicht nur die Leistung dieser Gegenstromanlage gefiel ihm. Die Ospa-PowerSwim erzeugt eine gleichmäßige starke Strömung im Wasser ohne Wellenbildung. Das wollte er auch haben. So orderte der Bauherr das komplette Paket mit D-Line-Schwimmbecken, Ospa-Attraktionsausstattung und Ospa-Technik.

Das 10,75 x 3,70 m große D-Line-Becken verfügt über eine bequeme Einstiegstreppe, die über die ganze Beckenbreite reicht und von einer umlaufenden Sitzbank eingefasst wird. Diese kann auch als Sitz- und Ruhebereich nach dem Baden genutzt werden. Zur weiteren Ausstattung gehören die bereits erwähnte Ospa-PowerSwim, eine Rollladen-Abdeckung, die im Schacht unter der Treppe ruht, und drei Scheinwerfer.
„Das Becken ist freitragend konstruiert“, erläutert Franz Steinbauer weiter. Im Tiefgeschoss unmittelbar am Beckenkörper ist die vollautomatisch arbeitende Ospa-Schwimmbadtechnik revisionsfreundlich installiert. Dazu gehört ein Mehrschichtfilter mit Aktivkohle, die dem Bauherrn ein kristallklares, hygienisch einwandfreies und vor allem geruchsfreies Wasser garantiert. Des Weiteren die Desinfektionsanlage BlueClear, Desinfektionstechnik für pH-Heben und -Senken und vor allem die Poolsteuerung Ospa-BlueControl, an der der Bauherr seine Wasserwerte abrufen und bei Bedarf korrigieren kann. Auch die Wasserattraktionen des Beckens sind hier aufgeschaltet. Die Mollerus-Lüftungstechnik befindet sich ebenfalls im Untergeschoss. Getrocknete und gewärmte Luft wird über Kanäle in die Schwimmhalle eingebracht und über Schlitzschienen in den Raum wieder eingeblasen.
Nach dem Einbau des Beckens erfolgte der weitere Ausbau der Schwimmhalle. Eine massige Säule, die aus statischen Gründen unvermeidbar war, wurde mit Edelstahl verkleidet und wirkt jetzt eher interessant als störend. Da die Raumhöhe begrenzt war und die Decke, wie bei Schwimmhallen üblich, abgehängt ist, wurden kreisrunde Felder in die Decke geschnitten, die von LED-Bändern angeleuchtet werden und so die geringe Raumhöhe kaschieren. Von der Abhängung ausgenommen ist der Bereich über dem Pool. Hier wurde zur Raumseite hin ebenfalls ein Lichtband integriert als Kontrast zu den dunklen Bereichen in der Halle. Denn das Becken wird im hinteren Teil von den Wänden der Schwimmhalle umschlossen, die mit tiefblauen Mosaiken ausgekleidet sind. So wirkt dieser Beckenteil wie eine blaue Lagune, in der das Poolwasser zu verschwinden scheint. Blau ist überhaupt das Thema dieser Anlage, unterstreicht Stephan Maria Lang. Nicht nur der hintere Teil der Schwimmhalle ist in einem intensiven Blau gehalten. Hier wurden auch ein großzügig dimensioniertes Dampfbad und eine Dusche realisiert, deren Wände mit den gleichen blauen Mosaiken ausgekleidet sind. Auch auf der Einstiegsseite wurde eine Wand in Blau gestaltet und mit künstlerischen Motiven verziert, die sich im Wasser widerspiegeln. Das Thema Blau findet sich darüber hinaus in der Tiefgarage und anderen Bereichen des Gebäudes wider. Eine durchgängige Handschrift, die überzeugt.

 

Fotos: Tom Bendix

Mehr Informationen gibt's hier:

Architektur
Stephan Maria Lang
Architektengesellschaft mbH
81543 München
Tel.: 089 661080

mail@design-associates.de
www.stephanmarialang.de

 

Schwimmbadbau:
Steinbauer GmbH
93468 Miltach
Tel.: 09944 3410-0

info@steinbauer-haustechnik.de
www.steinbauer-haustechnik.de

 

Schwimmbecken:
RivieraPool Fertigschwimmbad GmbH
49744 Geeste-Dalum
Tel.: 05937 66-0

info@pools.de
www.pools.de

 

Schwimmbadtechnik:
Ospa Schwimmbadtechnik
73557 Mutlangen
Tel.: 07171 705-0

ospa@ospa.info
www.ospa.info